ZDOK                    Einmal im Jahr Dokumentarfilm denken.

Das Gefühl, mit dabei zu sein: Virtual-Reality und 360°-Videos versprechen eine bisher unerreichte Wirklichkeitserfahrung. Die Tagung ZDOK.17 nahm dies zum Anlass, um nach Arbeitsmethoden im konventionellen Dokumentarfilm zu fragen, mit denen eine besondere Wirklichkeitsnähe erreicht werden kann. – Ist das beobachtende Direct Cinema dazu besonders gut geeignet? – Und inwiefern ist 360°-Video/VR das neue Direct?

 An der Prüfung

LE CONCOURS von Claire Simon (2016)

Die französische Filmregisseurin und Kamerafrau Claire Simon erläutert ihre Arbeitsweise bei ihrem beobachtenden Dokumentarfilm Le Concours (2016) über die Aufnahmeprüfung an der berühmten Filmhochschule La Femis in Paris (Preis für den besten Dokumentarfilm am Filmfestival in Venedig 2016). Zudem lotet sie anhand von anderen aktuellen Arbeiten die verwischenden Grenzen zwischen Beobachtung und Interaktion aus.   [Englisch]

Referat   > Claire Simon   |   > Le Concours   > Trailer   > Ausschnitt
 

 Im Bett

EUROPE SHE LOVES von Jan Gassmann (2016)

Der Schweizer Filmemacher Jan Gassmann legt in einer Case Study dar, wie er in Europe She Loves (2016), ein Film über die Liebe der jungen europäischen Generation, Nähe und Intimität herstellen konnte, und wie es dazu kam, dass der Dokumentarfilm für einen Spielfilm gehalten wurde. (2016 nominiert für den Europäischen Filmpreis, 2017 nominiert für den Schweizer Filmpreis).  [Deutsch]

Referat   > Jan Gassmann   > Europe She Loves   > Trailer

 Im Feuer 

FIRE RESCUE, BBC R&D 2014 (360°-Video)

Der britische Filmemacher Peter Boyd Maclean hat für die Forschungs- und Entwicklungsabteilung von BBC in den letzten Jahren mehrere dokumentarische 360°-Videos hergestellt, darunter Fire Rescue (2016) und The Resistance of Honey (2016). Boyd Maclean zeigt auf, wie er mit dem neuen Medium experimentiert und Ansätze einer eigenen Sprache entwickelt hat.  [Englisch]

> Referat   > Peter Boyd Maclean   > VR-Blog von BBC R&D

  Im Abseits

WHITE SPOTS Bregtje van der Haak

Das crossmediale Projekt White Spots - A Journey to the Edge of the Internet (2016) versucht eine Kartografie der Regionen im Abseits des Internets zu erstellen. In 360°-Videos treffen die Nutzer/innen auf Menschen, die aus Überzeugung, aus Armut aber auch aufgrund allergischer Erkrankungen digitale Abstinenz erdulden oder gezielt suchen.

Die niederländische Filmemacherin Bregtje van der Haak verantwortete bei White Spots die Regie der 360°-Video- und VR-Teile. Im Fernsehsender VPRO war sie für die Entwicklung innovativer dokumentarischer Formate zuständig und hat eine breite Erfahrung mit herkömmlichen Dokumentarfilmen. In einem Gespräch mit Christian Iseli geht sie auf die unterschiedlichen Herangehensweisen bei herkömmlichen Dokumentarfilmen und 360°-Videos ein.  [Englisch]

> Gespräch: Dokumentarische Immersion  > Bregtje van der Haak   
> Webseite von WHITE SPOTS

 Im Krieg

ARMADILLO von Janus Metz (2010)

Der dänische Medien- und Kommunikationswissenschaftler Ib Bondebjerg analysiert aus der Perspektive der Wahrnehmung den dänischen Film Armadillo von Janus Metz (2014). Bondebjerg zeigt auf, wie durch narrative und emotionale Identifikationsangebote sowie durch die Anwendung einer Ästhetik des Imaginären die Zuschauer/innen eine intensive Begegnung mit der Kriegswirklichkeit erfahren. [Englisch]

>  Referat   > Ib Bondebjerg   > Armadillo   > Trailer: Armadillo

Kontakt

Zürcher Hochschule der Künste ZHdK
Forschungsschwerpunkt Film
043 446 53 85 | zdok.info(at)zhdk.ch 

Tagungsort

Zürcher Hochschule der Künste ZHdK
Theater der Künste / Bühne A
Gessnerallee 9
8001 Zürich