Theorie 3.4 VTI Design Anthropologie 

"Wir sehen nicht, dass wir nicht sehen." Humberto R. Maturana und Francisco J. Varela
Nummer und TypBDE-BDE-T-VS-3004.01.22H.001 / Moduldurchführung
VeranstalterDepartement Design
LeitungDr. phil. Francis Müller
ZeitMo 26. September 2022 bis Mo 12. Dezember 2022 / 8:30–10:30 Uhr
ECTS3 Credits
VoraussetzungenBesuch der vorangegangenen Theorie-Veranstaltungen
LehrformSeminar
ZielgruppenVertiefungsspezifisches Modul VTI, 3. Semester
Lernziele / KompetenzenWir beschäftigen uns im Theorie-Modul „Design Anthropologie“ mit alltäglichen Dingen, die wir mit aus einer phänomenologischen Perspektive beobachten. Insofern ist die Veranstaltung eine Einführung in eine kultursoziologische Designtheorie. Die Studierenden werden soziologische und anthropologische Texte lesen und im Unterricht an Beispielen aus unserer Alltags- und Designwelt diskutieren. Sie werden eine theoretische Semesterarbeit zu einem selbst gewählten Thema schreiben.
InhalteAusgangspunkt ist die phänomenologische Theorie der „Lebenswelt“, die besagt, dass Handlungen und Dinge unserer Alltagswelt mit Bedeutungen aufgeladen sind, die sozial konstruiert sind: Was wir im Alltag als gewiss erfahren, ist kontingent. Identität ist "Dingen" nicht inhärent, sondern sie wird in aktiven Prozessen zugeschrieben. Wir werden Texte einer theoretischen Phänomenologie und ethnografischen Sozialanthropologie diskutieren und Designbezüge herstellen.
Bibliographie / Literatur• Baur, N. & P. Budenz (2017): Fotografisches Handeln. Subjektive Überformung von fotografischen Repräsentationen von Wirklichkeit, in: Thomas S. Eberle (Hrsg.): Fotografie und Gesellschaft. Phänomenologische und wissenssoziologische Perspektiven. Bielefeld: Transcript, S. 73–96.
• Berger, P. L. & T. Luckmann (2004): Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit. Frankfurt a. M.
• Blumer, H. (1973): Der methodologische Standort des Symbolischen Interaktionismus, in: Arbeitsgruppe Bielefelder Soziologen (Hrsg.): Alltagswissen, Interaktion und gesellschaftliche Wirklichkeit 1: Symbolischer Interaktionismus und Ethnomethodologie. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, S. 80-146.
• Durkheim, E. (1994): Die elementaren Formen des religiösen Lebens. Frankfurt a. M.: Suhrkamp.
• Fleck, L. (1983): Schauen, sehen, wissen, in: Ludwig Fleck: Erfahrung und Tatsache: Gesammelte Aufsätze. Gesammelte Aufsätze. Mit einer Einleitung von Lothar Schäfer und Thomas Schnelle. Frankfurt a. M.: Suhrkamp, S. 147-174.
• Honer, A. (2008). Lebensweltanalyse in der Ethnografie. In U. Flick, E. von Kardorff & I. Steinke (Ed.), Qualitative Forschung. Ein Hand-buch. Reinbek b. Hamburg: Rowohlt, 194–204.
• Latour, B. (2002): Die Hoffnung der Pandora. Frankfurt a. M.: Suhrkamp.
• Lueger, M. & U. Froschaugen (2018): Artefaktanalyse. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften.
• Miller, D. (2010): Trost der Dinge. Frankfurt a. M.
• Pink, S. (2013). Doing Visual Ethnography. London, Thousand Oaks, New Delhi, Singapore: Sage.
Leistungsnachweis / Testatanforderung80% Anwesenheit, aktive Teilnahme, Lektüre der Texte, schriftliche Theoriearbeit.
TermineDas Seminar findet jeweils montags vom 26. September bis 12. Dezember 2022 statt.
BewertungsformNoten von A - F
Termine (12)