Theorie/Methodik: Master Talk 

Gespräche mit Gästen, in den Bereichen Kamera, Editing und Producing.
Dieses Semester ausnahmsweise auch im Bereich Regie Spielfilm.

Wird auch angeboten für

Nummer und TypMFI-VFK.VFE.VCP2-4p-BFI.22F.001 / Moduldurchführung
VeranstalterDepartement Darstellende Künste und Film
LeitungKamera D.o.P.: Pierre Mennel und Andreas Birkle
Editing: Michael Schaerer
Producing: Joel Jent
Regie Spielfilm: Sabine Boss
Alle Anlässe mit Gästen
ZeitFr 18. März 2022 bis Fr 10. Juni 2022 / 9:15–16:45 Uhr
5 Termine, jeweils freitags
ECTS2 Credits
VoraussetzungenEs müssen mindestens 2 von 5 Veranstaltungen pro Semester besucht werden.
LehrformSeminar
ZielgruppenMaster Film / 2.+4. Semester alle Studierende (Pflicht)
Bachelor Film / Studierende ab 3. Semester (Wahl)
Lernziele / KompetenzenMaster Talk - Editing
  • Erkennen aktueller Tendenzen in der Montagearbeit.
  • Fähigkeit zur Reflexion montagespezifischer Prozesse und künstlerischer Verfahrensweisen.
  • Erkennen von Montage-Modellen in verschiedenen kulturellen Kontexten.
  • Erfahren von Wirkungen zeitbasierter Ton-Bild-Strukturen.

Master Talk - D.o.P. und Producing
  • Fähigkeit zur aktiven Diskussion von Fragestellungen und Herausforderungen in der cineastischen Bildgestaltung.
  • Erweiterung des eigenen Könnens und des kreativen Potenzials durch gegenseitigen Wissenstransfer.
  • Austausch und Vernetzung mit Kolleg:innen.
Master Talk - Regie Spielfilm
InhalteMaster Talk - Editing
  • Interesse an Fragen zu Montagetheorie und -praxis, wobei Montage als Teil eines umfassenden Kunst- und Kulturdiskurses zu verstehen ist.
  • Vorstellen der Work-in-Progress-Produkte von Studierenden, Dozierenden und eingeladenen Gästen, die jeweils nach spezifischen Fragestellungen diskutiert werden.
  • Besuch in Schneideräumen und Postproduktionseinrichtungen.
  • Ausstellungs-, Kino-, Theater- und Festivalbesuche.

Master Talk - Kamera D.o.P.
10 - 12 Uhr gemeinsam Visionierung eines Films. Anschliesend werden Problemstellungen und Gestaltungsideen zum Filmbild und artverwandten Feldern erörtert, anhand der Arbeitsbiografie und des Portfolios der Gäste. Exemplarisch finden Diskurse zu Fragen und Kameraarbeiten der Studierenden statt.


Master Talk - Producing
Einblicke in internationale Vernetzung und Koproduktionen im europäischen Kontext.


Master Talk - Regie Spielfilm
Bibliographie / LiteraturWird jeweils abgegeben.
Leistungsnachweis / TestatanforderungPräsenz und aktive Teilnahme in Form einer eingebrachten Fragestellung an die Gäste oder einer eigenen Projektdiskussion.
Termine18.03. - 10.06.2022,
am Morgen 09:15 - 12:30h jeweils Screenings für eingeschriebene Studierende
am Nachmittag 13:15 - 16:45h Talk mit den Gästen

4 Termine

18.03.2022, Master Talk Creative Producing
Gast: Max Karli (Rita Productions, Genf)
Im Jahr 2003 gründete Max Karli zusammen mit Pauline Gygax die Firma Rita Productions. Als Co-Präsident von AROPA, dem Verband der Westschweizer Produzenten, und als Experte in verschiedenen Filmkommissionen in der Schweiz engagierte sich Max Karli zusätzlich in der Filmpolitik. Max und Pauline sind zudem beide Mitglieder der Schweizer Filmakademie, der Europäischen Filmakademie, der Académie des Césars sowie der Academy of Motion Picture Arts and Science (AMPAS). Er hat zahlreiche Spielfilme und Serien produziert, darunter «Ma Vie de Courgette», «Les Grandes Ondes» von Lionel Baier, sowie «La Ligne» von Ursula Meier, der bei der Berlinale 2022 im internationalen Wettbewerb seine Weltpremiere feierte.

01.04.2022, Master Talk Editing
Gast: Dr. Johannes Binotto (*1977)
Anlass nur am Nachmittag 13:30h-16:45h (Vorabvisionierung von Filmen gibt es in diesem Master Talk nicht, Filme werden innerhalb des Gesprächs gezeigt.)
Johannes Binotto ist Kultur- und Medienwissenschaftler, Experimentalfilmemacher und Videoessayist. Er unterrichtet als Dozent für Filmtheorie und Filmgeschichte an der Hochschule Luzern Design+Kunst und ist zudem Mitarbeiter am Englischen Seminar der Universität Zürich. Aktuell leitet es das SNF-Projekt zur Verwendung von Videoessays in universitärer Lehre und Forschung (www.videoessayresearch.org). Seine Videoessays erhielten in der Umfrage "Best Video Essays of 2021" des British Film Institute die meisten Nennungen.

22.04.2022, Master Talk D.o.P. mit Rafael Kistler

10.06.2022, Master Talk Regie Spielfilm
Gast: Béla Tarr
09.15 Vorführung Werckmeister Harmonies (145’)
13.30 - 16.45 Master Talk
Im Alter von 16 Jahren unternahm Béla Tarr erste Versuche als Amateurfilmer, auf welche die Béla-Balàzs-Filmstudios aufmerksam wurden. Diese finanzierten im Jahr 1979 seinen Film "Csalàdi tüzfészek" , der vom Sozialistischen Realismus beeinflusst war. Ab seiner Fernsehadaption von „Macbeth" (1982), die nur aus zwei Einstellungen besteht, änderte sich dieser Stil. Tarr wandte sich vom Realismus ab und zeigte sich fortan stark von Andrei Tarkowski beeinflusst.
Charakteristisch für seine Filme sind Schwarzweiß, abstrakte Bilder und lange Einstellungen, die nicht selten die komplette Länge einer 35-mm-Rolle (rund elf Minuten) dauern. So besteht "The Man from London" in zweieinhalb Stunden aus nur 29 Einstellungen. Satanstango beginnt mit einer sieben Minuten und mehreren hundert Meter langen Kamerafahrt, die eine Kuhherde auf dem Weg aus einem Schuppen herauskommend durch ein heruntergekommenes ungarisches Dorf verfolgt.

Wir haben im letzten Semester alle Filme von Béla Tarr im Kino Toni gezeigt. Krankheitsbedingt musste er sein Kommen aber verschieben. Am 10. Juni haben alle Studierenden die Möglichkeit, in einem Master Talk den Film „Werckmeister Harmonies“ (2000) in einer 35mm Kopie nochmals anzuschauen. Anschliessend stellt Béla Tarr seine Methoden und Überlegungen zur Umsetzung vor und stellt sich den Fragen der Studierenden.
Dauer4 Termine, jeweils freitags 09:15 - 16:45 Uhr
Bewertungsformbestanden / nicht bestanden
Termine (4)