Revolutionäre Visionen – reframing performative practices 

Praxisfeld RE: Ästhetische Theorie
Praxisfeld BN: Theoriemodul BN
Praxisfeld DR, TP: Wahlmodul

Wird auch angeboten für

Nummer und TypMTH-MTH-PM-02.22F.011 / Moduldurchführung
ModulPraxisfeld 02 ECTS 
VeranstalterDepartement Darstellende Künste und Film
LeitungMaren Rieger
Anzahl Teilnehmende2 - 10
ECTS2 Credits
VoraussetzungenDieses Modul setzt voraus, dass Sie sich mit kritisch-transformativer Theorie und Praktiken beschäftigen –und bereit sind, ein gewisses Pensum theoretischer Texte vorbereitend zu lesen, um miteinander ins Gespräch zu kommen.
Lernziele / KompetenzenSie kennen aktuelle Konzepte des kulturwissenschaftlichen Diskurses und können diese kritisch reflektieren. Sie kontextualisieren Ihre eigene Praxis.
Inhalte„Wenn wir eine Revolution und nicht nur einen spektakulären Zusammenbruch sehen wollen, müssen wir aus den Zwischenräumen des Alten bereits das Neue schaffen.“ (Eva von Redecker) Wir setzen uns auseinander mit einer Praxis der Wissensproduktion über gesellschaftliche Aushandlungsprozesse. Eine institutionelle Restrukturierung und Dekolonisierung des Kanons soll Race, Class, Gender und Sexuality in einer intersektionalen Analyse verweben und verschränken. Wie verhindern wir, dass wir dabei neue essenzialistische Identitätspolitiken und Kategorien beschreiben? Wie zeigen sie sich in (unseren eigenen) künstlerischen Praktiken? Und welche methodologischen Veränderungen sind nötig und möglich, damit wir handlungsfähig bleiben? Inwiefern kann eine «Revolution für das Leben» helfen? Wie kann eine «Demokratie der Sorge und der Schulden» ihre Kraft aus vielfältigen transnationalen Verbundenheiten ziehen?
Bibliographie / LiteraturMarc Hill / Erol Yildiz (Hg.) Postmigrantische Visionen Erfahrungen – Ideen – Reflexionen. Bielefeld 2018 sowie Azadeh Sharifi / Lisa Skwirblies (Hg.) Theaterwissenschaft postkolonial/dekolonial Eine kritische Bestandsaufnahme. Bielefeld 2020 https://www.boell.de/sites/default/files/crenshaw_-_reach_everyone_on_the_planet_de.pdf?dimension1=division_gwi https://weingartenlrc.wordpress.com/2017/01/09/research-writing-whats-your-positionality/ Chimamanda Ngozi Adichie: We should all be feminist Eva von Redecker: Revolution für das Leben. Frankfurt am Main 2020 Isabell Lorey: Demokratie im Präsens. Berlin 2020
TermineKW18 (02. - 06.05.2022 )
DauerMo 16.00h - 20.00h / Di 14.00h - 18.00h / Mi 10.00h - 14.00h / Do 14.00h - 18.00h / Fr 14.00h - 18.00h
plus Selbststudium, abendliche Exkursionen
Bewertungsformbestanden / nicht bestanden
SpracheDeutsch und Englisch
BemerkungMaren Rieger verbindet Theorie und Praxis des Theaters als Dozentin an den Hochschulen der Künste in Bern und Zürich, als freiberufliche Dramaturgin und Kuratorin sowie als Expertin für die Performativen Künste in Gremien und Jurys. Von 1999-2004 war sie Leitende Dramaturgin am Theater Neumarkt in Zürich, 1997-1999 freiberufliche Recherche experimenteller Theaterformen und Performance Kunst u.a. Forced Entertainment, Sheffield, 1993-1997 am Schauspiel Staatstheater Stuttgart sowie 1989–1993 am Freiburger Theater im festen Engagement. Sie ist Mitgründerin des Feministischen Archivs Freiburg und Mitgründerin von "Wüste Alma – Initiative für feministischen Wissensdurst und Tatendrang".
Termine (5)