HKB / In every sense. With every sense. 

Campus Wahlmodul / Master Class / Kursangebot der Partnerschule (HKB)

Angebot für

Nummer und TypMTH-MTH-WPM-04.21H.001 / Moduldurchführung
VeranstalterDepartement Darstellende Künste und Film
LeitungLeitung: Wolfram Heberle
Dozierende:
Alexander Giesche und Regula Schröter
Anzahl Teilnehmende5 - 12
ECTS4 Credits
VoraussetzungenVoraussetzungen für die Teilnahme ist unbedingt die Anwesenheit an allen Terminen – auch am Wochenende.
ZielgruppenAlle
InhalteAlexander Giesche bezeichnet seine Arbeiten als „Visual Poems“. Visual Poems eröffnen die Möglichkeit, inhaltliche Fragen in eine visuell und emotional erfahrbare Ästhetik zu übertragen.

Alexander Giesche‘s Visual Poems bewegen sich an den Schnittstellen von Theater, Performance, Video-, Licht- und Toninstallation. Bewegtes Bild und Sound gehen einher mit schauspielerischem und rhythmischem Agieren der Performer auf der Bühne und schaffen sinnliche Assoziationsräume aus bruchstückhaften Geschichten die in ständiger Bewegung sind. Aus der Gesamtposition der Visual Poems entstehen Dramen. Aber kein Drama, wie wir es aus der Geschichte des Theaters kennen, sondern ein Drama der Sinne, der Theatermittel, der Wahrnehmung.

Im Workshop stellen Alexander Giesche und die Dramaturgin Regula Schröter ihre Arbeitsweise vor und erproben praktisch performativ gemeinsam mit den Studiereden folgende Fragestellungen.

Wie komponieren wir zeitgenössisch? Welchen Handlungsspielraum gibt Intuition und Assoziation als Arbeitsmethode und Rezeptionsmodus? Wie verleihen wir einer Performance eine eigene Sprache, die sich gemeinschaftlich kommunizieren und in ihrer Anwendung übersetzen lässt? Wie arbeitet man über zeitgenössische Diskurse jenseits des Wortes? Befördert ein intuitiver Zugang im Machen einen intuitiven Zugang im Schauen?
TermineDi, 02. bis Sa, 06. November und
Mo, 08. bis Mi, 10. November 2021
Dauer10:30-17:30 Uhr
Bewertungsformbestanden / nicht bestanden
SpracheDeutsch
BemerkungAlexander Giesche war Student des Instituts für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen und bei DasArts in Amsterdam, sowie 2 Jahre Artist in Residence am Theater Bremen. Mit seinen technologiebasierten Projekten erregte Alexander Giesche die Aufmerksamkeit internationaler Festivals und Jurys. All seine Arbeiten vereint eine starke visuelle Ebene: Er versteht sein „Theater“ als ein Labor das die Konventionen des Genres zu ändern versucht, zirkulierend zwischen Performance, Choreographie und bildender Kunst. Seit dieser Spielzeit ist arbeitet Giesche an dem spielzeitübergreifenden Projekt „Future Shock“ an den Münchner Kammerspielen, darüber hinaus hatte das Projekt „Yesterday you said tomorrow“ im Oktober 2015 Premiere. Gemeinsam mit der Dramaturgin Regula Schröter entwickelte er am Theater Bremen die „visual poems“ DER PERFEKTE MENSCH, LOST und WORLD OF REASON. Seit der Spielzeit 2019 ist er Hausregisseur am Zürcher Schauspielhaus. 2020 wurde er mit „Der Mensch erscheint im Holozän“ zum Berliner Theatertreffen eingeladen.
www.giesche.de
https://vimeo.com/user5366041/videos

Regula Schröter studierte Theaterwissenschaften, Germanistik und Spanische Literaturwissenschaft an der Universität Bern und der Freien Universität Berlin. 2009 bis 2012 war sie am Schauspielhaus Graz tätig und hatte einen Lehrauftrag am Institut für Germanistik der Karl-Franzens-Universität Graz. Sie arbeitete dort u.a. mit Boris Nikitin, Anna Sophie Mahler, Anna Badora, Viktor Bodó und seiner freien Gruppe Szputnyik Shipping Company Budapest und entwickelte mehrere Koproduktionen mit der freien Gruppe Theater im Bahnhof sowie dem Festival steirischer herbst und Mariano Pensotti. 2012 – 2015 war Regula Schröter als Schauspieldramaturgin am Theater Bremen engagiert. Sie betreute u.a. die beiden Jelinek-Uraufführungen „Aber sicher!“ in der Regie von Alexander Riemenschneider sowie „Tod-krank.doc“ in der Regie von Mirko Borscht, sowie Alexander Giesches Visual Poems „Der perfekte Mensch“, „Lost“ und „World of Reason“ und kuratierte ausserdem die Veranstaltungsreihe „in transit?“ zu Flucht und Migration. In der Spielzeit 2016/17 war Regula Schröter die künstlerische Leiterin der Schauspielsparte am Luzerner Theater unter der Intendanz von Benedikt von Peter. Aktuell arbeitet sie als Beraterin und Dramaturgin u.a. am Theater Bremen und ist Co- Projektentwicklerin bei m2act, dem Förder- und Netzwerkprojekt des Migros Kulturprozent für die Darstellenden Künste.
Termine (8)