Interdisziplinärer Workshop Nr. 6: Übersetzung als künstlerische Strategie (1. Priorität)

Wird auch angeboten für

Nummer und Typmae-mtr-101.21H.006 / Moduldurchführung
VeranstalterDepartement Kulturanalysen und Vermittlung
LeitungNina Willimann
ZeitDi 11. Januar 2022 bis Fr 14. Januar 2022 / 9–17 Uhr
OrtRaum 4.T09
Anzahl Teilnehmende4 - 19
ECTS2 Credits
LehrformWorkshop mit praktischen Übungen
ZielgruppenMA Art Education, MA Transdisziplinarität, MA Musikpädagogik (Schulmusik), MA Fachdidaktik Künste
InhalteDer Workshop beschäftigt sich mit Übersetzung als Vorgang, der nötig ist, um Inhalte über sprachliche, kulturelle, disziplinäre, geographische, zeitliche, etc. Distanzen zu vermitteln.
Übersetzungsvorgänge sind in der globalisierten Gegenwart unentbehrlich und omnipräsent. Dabei sind Übersetzungen selten neutrale Übertragungen, denn sie beinhalten meistens auch eine Interpretation der Inhalte durch ein:e Übersetzer:in – selbst wenn es sich dabei um eine Maschine handelt: So analysieren z.B. auch die Algorithmen von „google translate“ die Bedeutung der Wörter in ihrem Kontext. Übersetzung ist insofern ein inhärent kreativer Vorgang, dass er neue Bedeutung hervorbringt.
Kollaboratives Arbeiten über geographische, disziplinäre und sprachliche Distanzen ist Teil der künstlerischen Praxis von Nina Willimann. In ihren Arbeiten befragt sie die vielschichtigen Übersetzungsvorgänge, die dafür nötig sind und setzt sie bewusst als künstlerische Strategien ein.
Aufbauend auf dieser Praxis und in Begleitung einiger ihrer Kollaborationspartner:innen werden die Teilnehmenden in diesem Workshop u.a. folgenden Fragen nachgehen: Wie können bestehende analoge und digitale Übersetzungstools künstlerisch angeeignet oder umfunktioniert werden? Wie können erweiterte oder alternative Übersetzungsstrategien entwickelt werden? Inwiefern kann der virtuelle Raum dabei als Möglichkeitsraum genutzt werden?

Nina Willimann ist Performerin, Kunst- und Theaterschaffende, aufgewachsen in der Innerschweiz und wohnhaft in Zürich. Sie studierte zeitgenössischen Tanz und schloss 2018 den Master in Transdisziplinarität an der Zürcher Hochschule der Künste ab. Seit 2010 entwickelt sie mit der Gruppe Trop cher to share Projekte im Bereich der Performing Arts, unter anderem setzt sich diese im Langzeitprojekt „Wallmapu ex situ“ mit den (post-)kolonialen Verstrickungen der einer Region im Südlichen Chile und der Schweiz auseinander. Seit 2015 arbeitet Nina Willimann zudem mit der japanischen Künstlerin Mayumi Arai zusammen. Willimann/Arai’s Arbeiten entstehen in ortsspezifischen, recherchenbasierten Settings und oft in Zusammenarbeit mit lokalen Communities und finden in Asien und in der Schweiz inner- sowie ausserhalb von Kunstkontexten statt.
TermineHerbstsemester 2021/22

Dienstag bis Freitag 11.–14. Januar 2022
jeweils 9.00 bis 17.00
Bewertungsformbestanden / nicht bestanden
BemerkungUnterrichtssprache ist Deutsch.
The seminar will be held in German.

Dieser Workshop ist eine von acht gleichzeitig stattfindenden Veranstaltungen. Die Studierenden arbeiten an den ersten drei Tagen je von
9.00 h bis 17.00 h, am vierten Tag von 9.00 h bis 12.00 h am jeweiligen Thema; der Nachmittag des vierten Tages ist dem wechselseitigen Kennenlernen der Überlegungen und Resultate gewidmet.

Ab dem Studienjahr 2021-2022 gilt für MAE-Studierende, dass sie Veranstaltungen, die im Vorlesungsverzeichnis unter Basisprogramm ausgeschrieben sind, in einem Umfang von zehn ECTS besuchen müssen. Die restlichen zehn ECTS können auch in anderen Veranstaltungen (z.B. in geöffneten Lehrveranstaltungen, im Shared Campus, in aussercurriculären Projekten, Labs oder in Form von persönlichen Projekten) absolviert werden. Adressat:innen für zugehörige Verständigungen sind Ruedi Widmer als Basisprogramm-Verantwortlicher oder die Vertiefungsleiter:innen.

Termine (4)