Aufbau 3 Design (Praxisprojekt) 

Second Life – Reparieren und transformieren statt wegwerfen

Second Life ist die Suche nach Wegen, um Materialien, Objekten und Produkten mittels technischer, gestalterischer und/oder strategischer Eingriffe ein zweites Leben zu schenken.
Dabei können Unikate mit künstlerischem Charakter entstehen, „serientaugliche“ Produkte oder punktuelle systemische Interventionen.
Die Vermittlung der gewonnenen handwerklichen oder inhaltlichen Erkenntnisse steht dabei genauso im Fokus wie das Produkt selbst.

Wird auch angeboten für

Nummer und Typbae-bae-dp303-11.21H.001 / Moduldurchführung
VeranstalterDepartement Kulturanalysen und Vermittlung
LeitungFlorian Bachmann, Henriette-Friederike Herm
ZeitDi 9. November 2021 bis Do 23. Dezember 2021 / 8:30–14:30 Uhr
OrtZT 3.E07 C Projektraum rechts
Anzahl Teilnehmendemaximal 15
ECTS7 Credits
LehrformAufbau 3 Design
ZielgruppenWahlpflicht: Bachelor Art Education, 3. Semester
Lernziele / KompetenzenDie Studierenden...
  • können sich inhaltlich mit der Begrifflichkeit, den Möglichkeiten und Strategien im Kontext Nachhaltigkeit auseinandersetzen.
  • erlernen das Erproben der Optionen innerhalb des gestalterischen Ideenfindungsprozesses und der konzeptionellen Vorgehensweise (Inhaltlicher Fokus, Motivation, Relevanz, Vermittlungsrelevanz, Zielgruppe, Produkt/ Objekt).
  • entwickeln Strategien zur handwerklich-technischen und ästhetischen Umsetzung.
  • erweitern ihre Werkstattkompetenzen.
  • können den Gestaltungsprozess und die Produktentwicklung adäquat evaluieren, präsentieren und dokumentieren.
InhalteIn einer ersten Phase werden wir uns mit der Begrifflichkeit, den Möglichkeiten und Strategien von Nachhaltigkeit im Kontext Design auseinandersetzen. Wir befassen uns mit Recycling, Upcycling, DIY, Cradle-to-Cradle sowie Reparaturstrategien indem wir verschiedene Personen und Institutionen kennen lernen, die in diesem Bereich tätig sind.
Der Diskurs und die Reflexion der gesellschaftlich kulturellen Relevanz von Nachhaltigkeit innerhalb der Gestaltung steht dabei im Mittelpunkt.

Die zweite Phase wird ein Moment des Experimentes sein. Wir werden dann nicht mehr mit dem Kopf denken, sondern mit den Händen. Wir erproben materielles und handwerkliches Potenzial in Bezug auf die erlernten Begrifflichkeiten und Strategien. Welche gestalterischen Möglichkeiten bieten uns bestimmte Materialien? Welches gestalterische Potential bietet uns die Rekombination von Produkten und inwiefern können wir dem Zufall vertrauen?

Innerhalb der dritten Phase, der Ideenfindung und des Gestaltungsprozesses, suchen wir Wege wie wir ausrangierte Möbel, Leuchten, Kleider etc. als Ausgangsmaterialien nutzen können. Durch den Einsatz gezielter Strategien wie reparieren, umgestalten, neu kombinieren, dekontextualisieren, aufwerten etc. bringen wir ausgediente Objekte, Materialien, Produkte wieder in den Gebrauchskreislauf und schenken ihnen somit ein zweites erweitertes Leben.
Diese Strategien und Methoden setzen ein breites Wissen über Material, Verfahren und Funktionen voraus. Die nötigen Kompetenzen dazu werden in Workshops erarbeitet.

Als gestalterischer Output können Unikate mit künstlerischem Charakter entstehen, „serientaugliche“ Produkte oder gestalterische Interventionen innerhalb eines Prozesses hinsichtlich der Produktion oder Nutzung. Der Gedanke des nachhaltigen und schonenden Umgangs mit Ressourcen und die Lust am Gestalten, am Aufmöbeln und Wiederbeleben von Alltagsgegenständen stehen im Vordergrund.

Transfer Vermittlung
Ausgehend von den gestalteten Produkten sowie den Strategien und Methoden der Nachhaltigkeit werden adäquate Vermittlungsangebote entwickelt. Mittels Workshops, Anleitungen, Tutorials etc. wird der Frage nachgegangen, inwiefern damit die Erkenntnisse, Visionen und Anliegen eine bestimmte Zielgruppe zum Handeln, Interagieren, Diskutieren etc. anregen können.
Bibliographie / LiteraturCaradonna, Jeremy J. (2018): Handbook of the History of Sustainability. 1. Aufl., Routledge, London.

Fry, Tony (2010): Design as Politics, 1. Aufl., Berg Publishers, Oxford

Acaruglu, Leyla (27. Mai 2020): Disruptive Design – Quick Guide to Sustainable Design Strategies. Abgerufen 10. Mai 2021, von https://medium.com/disruptive-design/quick-guide-to-sustainable-design-strategies-641765a86fb8
Leistungsnachweis / TestatanforderungBewertungsskala: A-F
TermineKw 45-51
Di-Do
9.11.-23.12.2021

Di 8.30-14.30h (jeweils ab 15.00h Atelierkurs)
Mi-Do 8.30-16.30h

Werkschau (öffentlich) 1.+3. Semester
Kw 51
Donnerstag
23.12.2021, 15-18h
Dauer7 Wochen, 7x26 Lekt.
pro Woche insgesamt 26 Lekt., davon
13 Lekt. begleiteter Unterricht (nach Voransage der Dozierenden)
13 Lekt. Selbststudium
BewertungsformNoten von A - F
BemerkungUnterrichtssprache ist Deutsch.
The seminar will be held in German.

Raumverantwortung: Carla Opetnik
Termine (134)