Vom Monströsen (Schreibwerkstatt performative Texte) (gLV)

DR: Aufführungsanalyse,
RE: szenisches Projekt,
BN, TP, SC: Wahl,
Semsterprogramm Schreiben in Kunst und Kultur

Wird auch angeboten für

Nummer und TypMTH-MTH-PM-03.21H.003 / Moduldurchführung
VeranstalterDepartement Darstellende Künste und Film
LeitungKatja Brunner, Philippe Heule
Anzahl Teilnehmende5 - 15
ECTS3 Credits
VoraussetzungenMA Theater

Für Studierende aus anderen Studiengängen der ZHdK:
Anmeldung und Anfragen bezüglich Platzzahl an > Caroline Scherr / caroline.scherr@zhdk.ch
Bitte unbedingt Vorname, Nachname, Semester und Hauptstudiengang angeben, danke.
ZielgruppenDR, RE, / offen für MA Theater und Partnerschulen
Lernziele / KompetenzenTransformation und Bearbeitung szenischer Texte, sznenisch schreibend Aufführungen analysieren
InhalteWas macht einen Text performativ? In einem szenisch schreibend und analytisch angelegten Kurs beschäftigen sich die Teilnehmenden gemeinsam mit den DramatikerInnen Katja Brunner und Philippe Heule mit dieser grundlegenden und immer wieder neu zu stellenden Frage. Ausgehend von der poetischen Transformation und Überzeichnung eines tradierten Textes werden individuelle Feldversuche unternommen und analysiert. Das szenische Antesten, die skizzenhafte Umsetzung im Raum soll dabei als unbedingter Teil, als zweite Herzkammer der Schreibpraxis verstanden werden.
Die Frage nach dem Monströsen wird in der Schreibwerkstatt zur gemeinsamen thematischen Stossrichtung. Folgende Fragen sollen dabei angestossen und in den entstehenden Texten in Schwingung gebracht werden: Was wollen, können, dürfen wir zum Monströsen erheben/degradieren/konstruieren? Welche Kräfte müssen wir gegenwärtig bannen? Welcherart ist ein zeitgenössisches «nomadisierendes, hochkomplexes Wesen»? Wie und in welcher Form schlagen sich Monströsitäten im performativen Text nieder?

Die Teilnehmenden erhalten vor Kursbeginn eine Schreibaufgabe. Die Studierenden verpflichten sich über die Workshopwoche hinaus bis spätestens Ende Semester Texte im Umfang von etwa sieben bis neun Seiten zu verfassen.

Die Texte der DramatikerInnen Katja Brunner und Philippe Heule sind bekannt für ihre poetischen Verdichtungen, ihre musikalischen Assoziationen und wahnwitzigen Dialoge - es sind Sprachstücke, die den Resonanzraum ihrer Generation heraufbeschwören, die mit ihren vielfachen Volten und Sprüngen an der Grenze zum Lautgedicht operieren oder das Kammerspiel ins Bitterböse zuspitzen.

In KW 50 findet ein Abschlussforum statt, an dem die Texte gelesen und besprochen werden. Termin nach Absprache.
Bibliographie / LiteraturScharold, Irmgard. 2015. „„Zur Definition des Monsters und des Monströsen“.“ In Monster. Fantastische Bilderwelten zwischen Grauen und Komik. Begleitband zur Jahresausstellung im Germanischen Nationalmuseum vom 7. Mai bis 6. September 2015, herausgegeben von Große Peggy, Großmann, G. Ulrich, Pommeranz, Johannes, 26-40. Nürnberg: Verlag des Germanischen Nationalmuseums.
Weitere Lektüre und Textgrundlagen werden zu Semesterbeginn bekanntgegeben
TermineKW44 (01. - 05.11.2021)
KW50 Abschlussforum / Termin nach Absprache
Dauer10.30h - 13.30h / Kontaktunterricht
14.30h - 18.00h / Selbststudium
Bewertungsformbestanden / nicht bestanden
SpracheDeutsch
BemerkungKatja Brunner
Geboren 1991 in Zürich, studierte Katja Brunner Literarisches Schreiben am Literaturinstitut Biel/Bienne und Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin.
2010 entstand ihr Stück »von den beinen zu kurz«, das am Theater Winkelwiese in Zürich uraufgeführt wurde. 2012 nahm sie an den Werkstatttagen des Wiener Burgtheaters teil. 2013 war sie mit ihrem Stück »die hölle ist auch nur eine sauna« zum Heidelberger Stückemarkt eingeladen, gewann mit der Deutschen Erstaufführung von »von den beinen zu kurz« den Mülheimer Dramatikerpreis und wurde in der Kritikerumfrage von »Theater heute« zur Nachwuchsautorin des Jahres gewählt. In der Spielzeit 2014/2015 war Katja Brunner Hausautorin am Theater Luzern und im Sommer 2015 Stipendiatin am Literarischen Colloquium Berlin. 2016 erhielt sie ein Werkjahr der Stadt Zürich für einen Romanentwurf zugesprochen.
Im WS 2020/21 ist Katja Brunner Gastprofessorin am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und doziert am Bieler Literaturinstitut.

Philipp Heule
Autor und Regisseur. 1986 geboren, wuchs er im St. Galler Rheintal auf. Nach einem Schauspielstudium in Hamburg studierte er Theaterregie an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK). Außerdem war er Gast im Studiengang „Szenisches Schreiben“ an der Universität der Künste Berlin (UdK). Seine Projekte werden an verschiedenen Theatern und Festivals gezeigt (u.a. Theater Neumarkt Zürich, Theater Luzern, Theater Rampe Stuttgart, Arena-Festival Erlangen, Kaltstart Festival Hamburg, Wildwuchs Festival Basel, 100Grad Berlin). 2012 erhielt er den Förderpreis der ZHdK. Er ist Begründer der Gruppe „helium x“, die im Rahmen des Festivals „Treibstoff Theatertage Basel“ 2015 „Die große Schlacht“ als ihr erstes Projekt realisierte. In der Spielzeit 2015/16 war er Hausautor am Theater Basel. 2016 wurde dort sein Stück „retten, was zu retten ist“ uraufgeführt. Er schbreibt u.a. für das Theater St. Gallen.
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