Szenische Bauten und Umbauten_VDR - (gLV)

Blockstruktur: 1

Wird auch angeboten für

Nummer und TypBTH-VDR-L-388.21H.001 / Moduldurchführung
VeranstalterDepartement Darstellende Künste und Film
LeitungMartin Wigger (MW)
Anzahl Teilnehmende3 - 14
ECTS3 Credits
Voraussetzungen*ZHdK-weit geöffnete Lehrveranstaltung*
Für Studierende aus anderen Studiengängen/Vertiefungen der ZHdK:
Anfragen bezüglich Platzzahl sowie Anmeldungen ab Do, 01.07.2021/Wo26 bis Mo, 06.09.2021/Wo36 z.Hd. BA Theater-Administration: Andrea Fleischer, andrea.fleischer@zhdk.ch
LehrformÜbung, szenisches Projekt, findet vor Ort oder auch im öffentichen Raum statt
Zielgruppen<=L1 VDR (Pflicht)
L2 VDR

Wahlmöglichkeit:
L2 VSC / L2 VTP / L2 VRE / L2 VBN
L3 VSC / L3 VTP / L3 VRE / L3 VDR

Literaturinstitut HKB (Biel), Literarisches Schreiben
Lernziele / KompetenzenSpielerische Transformation von Theatertexten als Analyse dramaturgischer Bauarten. Erkennen der Theateralität bzw. der szenischen Potentiale von Texten. Entwickeln und Reflektieren eines für dramaturgische Feedbacks produktiven Vokabulars.
InhalteAnhand ausgewählter Stückanfänge der Theaterliteratur erproben wir die darstellerischen Möglichkeiten von Spielweisen, die Theatertexte in perfomative und/oder erzähltheaterartige Settings überführen. Indem wir die dramaturgische Architektur, ihre Diskurse und Motive spielerisch-szenisch umbauen, erarbeiten wir ein analytisches Vokabular, das für die dramaturgische Reflektion von Probenprozessen produktiv wird. Dramaturgisches Textverständnis und die Fähigkeit die Strukturmuster von Theatertexten ausserhalb von Rollenverkörperung, psychologischer Fundierung und Dialogarbeit als Theaterspiee und Spiele mit dem Theater zu versinnlichen stehen im Vordergrund.

In diesem Semester beschäftigt sich Martin Wigger in einem Lehrauftrag mit:

WRONG BEGINNINGS

„Dramaturgie“ ist in der ursprünglichen (antiken Wort-) Bedeutung ein Handwerk, das etwas ausführen, im besten Fall sogar „richten“ soll. Und so verstehen wir und andere es auch manchmal noch bis heute: als eine Fertigkeit, die etwas Sinnvolles, Richtiges oder Ganzes entstehen lässt. Eine gute Dramaturgie soll also verständlich zusammenführen, auf den Punkt bringen, optimieren.

Dass dieser Anspruch auch kontraproduktiv sein kann, erfährt die Dramaturgie spätestens in ihrer praktischen Anwendung. Denn dieser Anspruch zerschellt recht schnell an Entwürfen von Dystopien oder Nicht-Gelingen, Entwürfen also, die gegenwärtig aktueller zu sein scheinen als die Dramaturgien der Utopie, der Notwendigkeit und Geschlossenheit.

In dieser Veranstaltung blicken wir von Samuel Becketts Credo des „Besseren Scheiterns“ über Ödön von Horvaths stilistische „Stillen“ auch mal weiter zurück auf Theatertexte wie z.B. Goethes „Tasso“, Texte, deren Anfänge einfach nicht überzeugen wollen. WRONG BEGINNING ist aber kein Appell, es besser zu machen; es ist die Freude und der Trost am Nicht-Gelingen, am Schiefen und Unzeitgemässen. Wir werden also irgendwie flasch im Raum stehende Texte lesen und diskutieren, Positionen zu WRONG BEGINNINGS entwickeln, und damit Brücken zum eigenen Lebensgefühl schlagen.
Bibliographie / Literaturwird pro Woche bekannt gegeben
Leistungsnachweis / Testatanforderunggem. Angaben der/des Modulverantwortlichen
TermineRaum: 1 grosser Proberaum + 2 mittlere Proberäume
DauerAnzahl Wochen: 5 (HS: Wo:39-43) / Modus: 2x3h/Wo_Mo/Mi, jeweils 15-18h
Selbststudiumszeit pro Semester: ca. 36h
Bewertungsformbestanden / nicht bestanden
BemerkungTeilweise tutoriale Co-Leitung durch Studierende Level 2, die "Szenische Bauten und Umbauten" bereits erfolgreich absolviert haben.
Termine (30)