Theorieschwerpunkt: Russische Musik zwischen Glinka und Strawinsky (gLV)

Wird auch angeboten für

Nummer und TypBMU-PKLA-MOMA-05.21H.010 / Moduldurchführung
VeranstalterDepartement Musik
LeitungAndreas Brenner
Minuten pro Woche180
ECTS3 Credits
VoraussetzungenErfolgreicher Abschluss des Modulbündels Musikgeschichte, Gehörbildung und Tonsatz (der Durchschnitt der Zensuren in Musikgeschichte, Musikgeschichte der Moderne, Gehörbildung II mündlich, Gehörbildung II schriftlich sowie Tonsatz II - doppelt gerechnet - muss genügend sein) oder Anrechnung adäquater Studienleistungen.
LehrformGruppenunterricht
Zielgruppen
  • Bachelorstudierende DMU, Profil Klassik, 3. Studienjahr
  • Interessierte Studierende anderer Vertiefungen bzw. Departemente melden sich zur Klärung der Voraussetzungen bis spätestens 1 Woche vor Semesterbeginn direkt bei der Kursleitung.
Lernziele / Kompetenzen
  • Aneignung vertiefter Kenntnisse in musikalischer Allgemeinbildung und Verständnis für verschiedenartige analytische Zugänge und Betrachtungsweisen.
  • Fähigkeit, die in den Grundlagenfächern (Musikgeschichte, Hörtraining, Tonsatz, Formenlehre, Analyse und Neue Musik) erarbeiteten Kompetenzen sinnstiftend aufeinander zu beziehen.
  • Transferfähigkeiten und Fähigkeit zu persönlich-kritischer Stellungnahme
  • Fähigkeit, eigene musiktheoretische Fragestellungen zu formulieren, sie selbständig mit analytischen Methoden zu bearbeiten und die Ergebnisse eigenständig, differenziert und plausibel zu formulieren.
  • Fähigkeit, hörend relevante musiktheoretische, ästhetische und musikgeschichtliche Aspekte zu erkennen.
InhalteKammermusik und Sinfonien von Tschaikowsky und Borodin, Lieder und Opern von Mussorgsky und Rimski-Korsakov, Klaviermusik von Rachmaninov und Skrjabin - das ist das grosse Repertoire, aus dem wir in diesem Kurs Werke gemeinsam auswählen und analytisch behandeln. Als erster eigentlich russischer Komponist gilt Michail Glinka, das andere Ende bildet für uns der junge Strawinsky, und neben den genannten ganz grossen werden wir viele bei uns weniger bekannte Namen und Werke entdecken. Einen roten Faden für die Analyse bilden dabei die sogenannten "symmetrischen Leitern": eine Harmonik, die auf der Teilung der Oktave in gleiche Abstände beruht. Sie ist zunächst in einem ganz spezifischen Zusammenhang zu finden: im Märchen, genauer: wenn im Märchen von bösen Mächten und Zauberern die Rede ist. Von dort aus entwickeln sich die symmetrischen Leitern zu einem Konstruktionsprinzip, das die Dur-Moll-Tonalität immer mehr zurückdrängt und so schliesslich den Weg bereitet ins musikalische 20. Jahrhundert.

Wer vorgängig tief eintauchen möchte in das Land und die Gesellschaft, in der diese Musik entstand, zum ersten Mal erklang und verhandelt wurde und wer gleichzeitig einen der grössten Romane der Weltliteratur kennen lernen möchte, der/dem sei als vorbereitende Lektüre empfohlen: Leo Tolstoj, Anna Karenina (in einer grossartigen deutschen Übersetzung von Rosemarie Tietze bei dtv erhältlich).
Bibliographie / LiteraturJe nach Thema des Kurses
Leistungsnachweis / TestatanforderungRegelmässige, vorbereitete Teilnahme am Unterricht (mindestens 80% Anwesenheit).

Prüfung, bestehend aus drei Teilen.
1. Analysearbeit
2. Gehörbildung
(Dauer: 1 Stunde, in der Gruppe)
Analytisches Hören anhand verschiedener Höraufgaben.
3. Kolloquium
(Dauer: 45 Minuten inkl. Besprechung, 60 Minuten Vorbereitungszeit)
Gespräch anhand von Hörbeispielen und/oder Partiturausschnitten zu verschiedenen Bereichen des Studiengebietes.
TermineFreitag, 14 – 17 Uhr, 6.H02
Bewertungsformbestanden / nicht bestanden
Bemerkung2700-10
Termine (16)