LAB 2: Cooking – Reading – Eating (gLV)

Wird auch angeboten für

Nummer und TypMTR-MTR-1040.21F.002 / Moduldurchführung
VeranstalterDepartement Kulturanalysen und Vermittlung
LeitungMargaretha Jüngling, Irene Vögeli
ZeitMi 24. Februar 2021 bis Mi 19. Mai 2021 / 17:30–21 Uhr
OrtAtelier Transdisziplinarität ZT 7.F03 (*14P) Toni-Areal, Atelier Transdisziplinarität ZT 7.F03, Pfingstweidstrasse 96, 8005 Zürich
Anzahl Teilnehmendemaximal 22
ECTS2 Credits
VoraussetzungenStudium MA Transdisziplinarität

Für Studierende anderer Studiengänge bzw. Vertiefungen der ZHdK, im Rahmen der Geöffneten Lehrveranstaltungen: Einschreibung über ClickEnroll
https://intern.zhdk.ch/?clickenroll
LehrformWorkshop
ZielgruppenWahlpflicht für Studierende MA Transdisziplinarität. 
Geöffnete Lehrveranstaltung für alle Master-Studierenden der ZHdK.
InhalteGegen den Lockdown-Koller oder den Corona-Blues, so hört man allenthalben, helfe nicht nur die Lektüre packender Bücher, sondern auch der Genuss hingebungsvoll zubereiteter Mahlzeiten. Lesen und Kochen bzw. Essen scheinen ähnliche Wirkungen zu haben. Dass die beiden Tätigkeiten miteinander verbunden sind, zeigt sich nicht zuletzt in Metaphern, die sie aneinander koppeln: Wir haben Lesehunger, verschlingen Romane, beissen uns an manchen Texten die Zähne aus … Und umgekehrt sind Essen und Kochen nicht nur Akte der Lebenserhaltung, sondern auch (entzifferbare) Signifikanten gesellschaftlicher Gefüge und ihrer Antagonismen. Was und wie wir essen ist verbunden mit Ideologien und Mythen, mit Hygiene- und Reinheitsvorstellungen und Ausdruck sozialer Distinktion.

In diesem Lab beschäftigen wir uns kochend, essend und lesend mit den politischen, sozialen, kulturellen, historischen und ökologischen Dimensionen des Kochens und Essens. Wir kommen in Küchen zusammen und erproben in unterschiedlichen Versuchsanordnungen die Beziehungen zwischen Essbarem und Essenden und dem Lesbaren und Lesenden; wir experimentieren mit Vorgängen der Einverleibung und fragen danach, wie der Akt der Ernährung, vital und täglich, durch kulturelle Praktiken, Rituale und Verbote gleichzeitig unser Selbstverständnis formt; wir diskutieren die Kodierung von Lebensmitteln und suchen nach neuen Beschreibungen; wir fragen nach den Umweltauswirkungen der Produktion von Ressourcen, mit welchen sich Menschen heute und morgen ernähren; und wir diskutieren, welche Rolle die Künste bei all dem spielen können.

Für das Lab steht uns die UNI* zur Verfügung. Ob wir sie für die Lab-Sitzungen gemeinsam nutzen können oder in unseren eigenen Küchen bleiben, ist jedoch abhängig von den jeweils geltenden Pandemie-Regelungen.

*UNI ist ein in einem alten Fitnessstudio gegründeter Off-Space, der Anfang dieses Sommers eröffnet wurde. Geführt wird die UNI von einem breiten Kollektiv an Künstler*innen, Köch*innen, Architekt*innen und Musiker*innen. Ziel der Zwischennutzung ist es, einen diskursiven und transdisziplinären Raum für Musik, Film, Essen und bildende Kunst zu schaffen. Die UNI will auf zeitgenössische Bedürfnisse und Notwendigkeiten eingehen und neue Impulse
setzen. (www.uniun.fit, Universitätstrasse 33)



It is said that not only reading gripping books helps against the lockdown fatigue or the corona blues, but also the enjoyment of devotedly prepared meals. Reading and cooking or eating seem to have similar effects. The fact that the two activities are linked to each other is evident not least in the (German language) metaphors that link them: we have a greed for reading, devour novels, gnaw our teeth on some texts and finally digest them … And conversely, eating and cooking are not only acts of life support, but also (decipherable) signifiers of social structures and their antagonisms. What and how we eat is linked to ideologies and myths, to ideas of hygiene and purity and an expression of social distinction.

In this lab, we will engage with the political, social, cultural, historical and ecological dimensions of cooking and eating while cooking, eating and reading. We come together in kitchens and test the relationships between the edible and the eater, the readable and the readers in different experimental set-ups; we experiment with processes of incorporation and ask how the act of eating, vital and daily, simultaneously shapes our self-understanding through cultural practices, rituals and prohibitions; we discuss the coding of food and look for new descriptions; we ask about the environmental impact of the production of resources with which people feed themselves today and tomorrow; and we discuss what role the arts can play in all this.

For the Lab, we have UNI* at our disposal. However, whether we can share it for the Lab sessions or stay in our own kitchens depends on the pandemic regulations in place at the time.

*UNI is an off-space founded in an old gym that opened earlier this summer. UNI is run by a broad collective of artists, cooks, architects and musicians. The aim of the interim use is to create a discursive and transdisciplinary space for music, film, food and visual arts. UNI wants to respond to contemporary needs and necessities and set new impulses. (www.uniun.fit, Universitätstrasse 33)
Bibliographie / LiteraturEine Textsammlung wird beim ersten Treffen vorgestellt.
A collection of texts will be presented at the first meeting.
Leistungsnachweis / Testatanforderung80% Anwesenheit, aktive Mitarbeit
TermineMittwochabend 24.2. / 10.3. / 24.3. / 7.4. / 21.4. / 5.5. / 19.5. jeweils 17.30 bis 21 Uhr
Dauer7 Abendveranstaltungen im Semester.
Bewertungsformbestanden / nicht bestanden
BemerkungThe lab will be held in German and English.
Das Lab findet in Deutsch und Englisch statt.
Termine (7)