HKB / SPIEL MICH! - spielerische Theaterformen als zeitgenössische multimediale Performance 

Campus Wahlmodul / Master Class / Kursangebot der Partnerschule (HKB)

Angebot für

Nummer und TypMTH-MTH-WPM-02.20H.003 / Moduldurchführung
VeranstalterDepartement Darstellende Künste und Film
LeitungPhilipp Ehmann
OrtHKB, Zikadenweg 35, Bern
Anzahl Teilnehmende5 - 15
ECTS2 Credits
ZielgruppenAlle
InhalteComputerspiele und Social Media verändern die Art und Weise wie wir, auch im Theater, Geschichten erzählen. Unterschiedliche Medien finden Einfluss in Dramaturgien und Ästhetiken zeitgenössischer Theatermacher*innen. Begriffe wie playful art, Game Theater, distributed storytelling und Transdisziplinarität werden zu wichtige Faktoren in aktuellen Aufführungen.

Wo liegt der Unterschied zwischen pervasiven und immersiven Kunstformen, öffentlichen und privaten Räumen? Was bedeutet es, wenn Theater in die Digitalität und aus dem Theaterraum schlüpft und Teil des täglichen Lebens wird? Schafft Kunst durch das Eintauchen in Geschichten und spielerische Erzählweisen neue Erfahrungsräume? Was verändert sich, wenn ich als Publikum, das zentrale dramaturgische Element bin, mit dem Geschichten erzählt werden? Gibt es Unterschiede zwischen audience agency (Stichwort Empowerment) und unethischen Interaktionen im interaktiven Theater?

In diesem Workshop untersuchen wir gemeinsam diese und ähnliche Fragen in Diskussionen und praktischen Übungen zu Game Design, interaktiven Räumen und der Generierung von Performance-Texten. Der Workshop wird mit einer internen Präsentation abgeschlossen.
Termine27.10.-30.10.2020
Dauer10:30-17:30
Bewertungsformbestanden / nicht bestanden
SpracheEnglisch
BemerkungPhilipp J. Ehmann ist Theatermacher und transdisziplinärer Multimediakünstler. Seit 2009 arbeitet Ehmann mit immersiven und spielerischen Formen des Theaters und versucht politische Themen auf verschiedenen Erfahrungsebenen angreifbar zu machen. Ehmann ist Mitbegründer von Play:Viennas, Österreichs erster Initiative für spielerische Kunst im öffentlichen Raum. Seine Arbeiten reichen von intimen Telefonperformances im öffentlichen Raum für eine Person (Der Personal Adventure Automat, Streetlife Festival 2014) zu immersivem Game Theater auf Bühnen (Press Staat for Revolution, Schauspielhaus Graz 2016), Social Media Soaps mit geflüchteten Jugendlichen (Stahlstadt, Ars Electronica Festival 2019) bis hin zu Community Rechercheprojekten in Wohnsiedlungen (Die Siedler von Süd-Wien, Play:Vienna & WERK X 2020). 2019 war er Artist in Residence am Laboratory for Global Performance and Politics in Washington DC. 2018 erhielt er den Dorothea Neff Preis für Wien - 5: Kunst der Nachbarschaft (gemeinsam mit dem Team des Jungen Volkstheaters) und 2016 den Dr. Rudolf Kirchschläger Preis für Jalla, Jalla, Geh Ma!.
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