Theorieschwerpunkt: Mikrotonales Komponieren im 20. und 21. Jahrhundert (gLV) 

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Nummer und TypBMU-PKLA-MOMA-05.20H.009 / Moduldurchführung
VeranstalterDepartement Musik
LeitungBurkhard Kinzler
Minuten pro Woche180
ECTS3 Credits
VoraussetzungenErfolgreicher Abschluss des Modulbündels Musikgeschichte, Gehörbildung und Tonsatz (der Durchschnitt der Zensuren in Musikgeschichte, Musikgeschichte der Moderne, Gehörbildung II mündlich, Gehörbildung II schriftlich sowie Tonsatz II - doppelt gerechnet - muss genügend sein) oder Anrechnung adäquater Studienleistungen.

Interessierte Studierende anderer Departemente melden sich zur Klärung der Voraussetzungen bis spätestens 1 Woche vor Semesterbeginn direkt bei der Kursleitung.
LehrformGruppenunterricht
Zielgruppen
  • Bachelorstudierende DMU, Profil Klassik, 3. Studienjahr
  • Interessierte Studierende anderer Vertiefungen bzw. Departemente melden sich zur Klärung der Voraussetzungen bis spätestens 1 Woche vor Semesterbeginn direkt bei der Kursleitung.
Lernziele / Kompetenzen
  • Aneignung vertiefter Kenntnisse in musikalischer Allgemeinbildung und Verständnis für verschiedenartige analytische Zugänge und Betrachtungsweisen.
  • Fähigkeit, die in den Grundlagenfächern (Musikgeschichte, Hörtraining, Tonsatz, Formenlehre, Analyse und Neue Musik) erarbeiteten Kompetenzen sinnstiftend aufeinander zu beziehen.
  • Transferfähigkeiten und Fähigkeit zu persönlich-kritischer Stellungnahme
  • Fähigkeit, eigene musiktheoretische Fragestellungen zu formulieren, sie selbständig mit analytischen Methoden zu bearbeiten und die Ergebnisse eigenständig, differenziert und plausibel zu formulieren.
  • Fähigkeit, hörend relevante musiktheoretische, ästhetische und musikgeschichtliche Aspekte zu erkennen.
InhalteInteressanterweise intensiviert sich die Beschäftigung mit Mikrotonalität, kurz nachdem sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die gleichstufige Temperatur halbwegs durchgesetzt hatte. Nach der Betrachtung dieser Anfänge werden wir uns den frühen Exponenten mikrotonalen Komponierens (Alois Haba, Charles Ives etc.) zuwenden und die weiteren Entwicklungen und höchst unterschiedlichen Ansätze im Umgang mit dieser Frage kennenlernen. Eine wesentliche Rolle werden amerikanische Komponisten wie Harry Partch, Ben Johnston und Wolfgang von Schweinitz spielen, aber auch europäische Strömungen von Iannis Xenakis bis Giacinto Scelsi werden wir studieren und dann bis zu Vertreterinnen und Vertreter einer jüngeren Generation (Caspar Johannes Walter, Carola Bauckholt u. a.) vorstossen. Schweizer Komponisten (Klaus Huber, Heinz Holliger, Roland Moser, Edu Haubensak) werden ebenfalls thematisiert werden. Auch die Ideen Adriaan Fokkers, der sich von Modellen aus Renaissance und Frühbarock inspirieren lässt, sollen ihren Platz haben.
Das Kennenlernen von Konzepten und Stücken wird immer wieder auch ins Hören führen – denn mit dem Ohr lässt sich der Kosmos jenseits der monochromen Gleichstufigkeit vielleicht am unmittelbarsten erschliessen.

Der Kurs ist für alle geeignet, die sich für diesen Mikrokosmos interessieren – sei es, weil sie sich tagtäglich als Streicher/in, Bläser/in oder Sänger/in mit dieser Problematik beschäftigen, sei es, weil sie ein temperiertes Instrument (Klavier, Gitarre o. ä.) spielen und wissen wollen, was jenseits ihres Instruments (oder womöglich sogar mit demselben...) sonst noch alles möglich ist.
Leistungsnachweis / TestatanforderungRegelmässige, vorbereitete Teilnahme am Unterricht (mindestens 80% Anwesenheit).

Prüfung, bestehend aus drei Teilen.
1. Analysearbeit
2. Gehörbildung
(Dauer: 1 Stunde, in der Gruppe)
Analytisches Hören anhand verschiedener Höraufgaben.
3. Kolloquium
(Dauer: 45 Minuten inkl. Besprechung, 60 Minuten Vorbereitungszeit)
Gespräch anhand von Hörbeispielen und/oder Partiturausschnitten zu verschiedenen Bereichen des Studiengebietes.
TermineFreitag, 14 - 17 Uhr, Raum 5.H01
Bewertungsformbestanden / nicht bestanden
Bemerkung2700-9
Termine (16)