Theorieschwerpunkt: Auf den Spuren von Serge Koussevitzky (1874-1951) (gLV) 

Angebot für

Nummer und TypBMU-PKLA-MOMA-05.20H.005 / Moduldurchführung
VeranstalterDepartement Musik
LeitungAndré Fischer
Minuten pro Woche180
ECTS3 Credits
VoraussetzungenErfolgreicher Abschluss des Modulbündels Musikgeschichte, Gehörbildung und Tonsatz (der Durchschnitt der Zensuren in Musikgeschichte, Musikgeschichte der Moderne, Gehörbildung II mündlich, Gehörbildung II schriftlich sowie Tonsatz II - doppelt gerechnet - muss genügend sein) oder Anrechnung adäquater Studienleistungen.

Interessierte Studierende anderer Departemente melden sich zur Klärung der Voraussetzungen bis spätestens 1 Woche vor Semesterbeginn direkt bei der Kursleitung.
LehrformGruppenunterricht
Zielgruppen
  • Bachelorstudierende DMU, Profil Klassik, 3. Studienjahr
  • Interessierte Studierende anderer Vertiefungen bzw. Departemente melden sich zur Klärung der Voraussetzungen bis spätestens 1 Woche vor Semesterbeginn direkt bei der Kursleitung.
Lernziele / Kompetenzen
  • Aneignung vertiefter Kenntnisse in musikalischer Allgemeinbildung und Verständnis für verschiedenartige analytische Zugänge und Betrachtungsweisen.
  • Fähigkeit, die in den Grundlagenfächern (Musikgeschichte, Hörtraining, Tonsatz, Formenlehre, Analyse und Neue Musik) erarbeiteten Kompetenzen sinnstiftend aufeinander zu beziehen.
  • Transferfähigkeiten und Fähigkeit zu persönlich-kritischer Stellungnahme
  • Fähigkeit, eigene musiktheoretische Fragestellungen zu formulieren, sie selbständig mit analytischen Methoden zu bearbeiten und die Ergebnisse eigenständig, differenziert und plausibel zu formulieren.
  • Fähigkeit, hörend relevante musiktheoretische, ästhetische und musikgeschichtliche Aspekte zu erkennen.
InhalteMusiktheorie für einmal aus dem Blickwinkel eines Dirigenten. Serge Koussevitzky war erstens ein instrumentales Multitalent: Aus einer russisch-jüdischen Musikerfamilie stammend, spielte er vor seinem Kontrabassstudium bereits Geige, Cello, Klavier und Trompete. Sodann ist er der Komponist eines bis in unsere Tage bekannten Solokonzerts für Kontrabass (Reinhold Glière half ihm mit der Instrumentierung). Drittens war er ein hoch emotionaler, weltberühmter Orchesterleiter, der nach Stationen in Berlin und Paris von 1924-1949 dem Boston Symphony Orchestra vorstand und mit manch einer Premiere und legendären Schallplatteneinspielungen Furore machte. Viertens war er Musikverleger und Förderer der Neuen Musik, dem wir als Auftraggeber zahlreiche Kompositionen verdanken, die im Kurs besprochen werden sollen, darunter Ravels Orchestration von Mussorgskys Bilder einer Ausstellung, Prokofjews 4. Sinfonie, Martinůs 1. Sinfonie, Coplands 3. Sinfonie, Bartóks Concerto for Orchestra, Brittens Oper Peter Grimes, MessiaensTurangalîla-Symphonie … Und fünftens beeinflusste er als Gründer des Tangelwood-Festivals massgeblich die nächste Dirigentengeneration, namentlich Leonard Bernstein und Lorin Maazel – Stoff genug, um tolle Werke kennenzulernen und dabei ein halbes Jahrhundert Musikgeschichte Revue passieren zu lassen.
Leistungsnachweis / TestatanforderungRegelmässige, vorbereitete Teilnahme am Unterricht (mindestens 80% Anwesenheit).

Prüfung, bestehend aus drei Teilen.
1. Analysearbeit
2. Gehörbildung
(Dauer: 1 Stunde, in der Gruppe)
Analytisches Hören anhand verschiedener Höraufgaben.
3. Kolloquium
(Dauer: 45 Minuten inkl. Besprechung, 60 Minuten Vorbereitungszeit)
Gespräch anhand von Hörbeispielen und/oder Partiturausschnitten zu verschiedenen Bereichen des Studiengebietes.
TermineDonnerstag, 9.30 - 12.30 Uhr, Raum 6.F08
Bewertungsformbestanden / nicht bestanden
Bemerkung2700-5
Termine (16)