Kunsttheorie (Seminar) 

Künstlerinnen - Zur Präsenz von Frauen in der Kunst

Wird auch angeboten für

Nummer und Typbae-bae-dt520-17.20H.001 / Moduldurchführung
VeranstalterDepartement Kulturanalysen und Vermittlung
LeitungSandra Winiger
ZeitFr 6. November 2020 bis Fr 18. Dezember 2020 / 8:30–12 Uhr
OrtZT 4.T33 Seminarraum
ZT 4.T06 Seminarraum
Anzahl Teilnehmendemaximal 23
ECTS2 Credits
VoraussetzungenVorbereitung zweier Kurzreferate
Aktive Teilnahme am diskursiv ausgerichteten Unterricht
LehrformSeminar
Wahlpflicht zwischen Kunstgeschichte und Designtheorie
ZielgruppenStudierende BAE, 3. Semester
Lernziele / KompetenzenZiel ist es,
  • moderne und zeitgenössische Kunst sowohl aus der besonderen künstlerischen Position als auch vor dem Hintergrund (kultur-)politischer Debatten verstehen und interpretieren zu können.
- das künstlerische Schaffen von Künstlerpersönlichkeiten anhand einer thematisch motivierten Auswahl von Kunstwerken inhaltlich bearbeiten, beschreiben und interpretieren zu können.
  • praxisorientiert zu vermitteln durch eine motivierte Auswahl von Kunstwerken, die in einem fiktiven Ausstellungsraum "kuratiert", mittels eines Referates mündlich und mittels eines Saalblattes schriftlich zu präsentieren.
- nicht nur die Förderung von Kenntnissen und die kritische Reflexion von künstlerischen Positionen, sondern auch von deren Vermittlung durch die persönliche Kontaktaufnahme mit zeitgenössischen Fachspezialist*innen und international tätigen Kurator*innen.
InhalteDie Sensibilität für ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis in der Kunstförderung sowie in der institutionellen Vermittlung von Kunst durch Ausstellungen in Museen und Biennalen ist hoch und die Forderung nach Gleichstellung noch immer aktuell. Zwar wurden in den letzten Jahren zahlreiche Künstlerinnen in diversen Museen wiederentdeckt, doch so ermutigend diese Signale sind, die Zahlen aus Studien sind es nicht: Künstlerinnen sind nach wie vor in den Sammlungen von Museen sowie in den Ausstellungen unterrepräsentiert. Dies Situation ist gemacht von Galerien, Auktionshäusern, Sammler*Innen, Kunstkritiker*innen und Museumskurator*innen – sie prägen, was «gute» Kunst ist.
Das Seminar möchte der mangelnden Präsenz von Frauen in der Kunst entgegenwirken und den Blick auf ihr künstlerisches Schaffen und der bisweilen bis heute unterschätzten Bedeutung richten. Im Fokus stehen Kunstwerke von weiblichen Kunstschaffenden seit der Renaissance mit besonderem Fokus auf (z.T. vergessene) Künstlerinnen der Moderne bis in die Gegenwart. Dabei interessieren uns nicht nur die künstlerischen Positionen, sondern ebenso beleuchtet werden der künstlerische Kontext der Künstlerinnen, kulturelle und historische Hintergründe sowie institutionelle Mechanismen, welche ihre Sichtbarkeit und ihren Erfolg prägen.
Bibliographie / Literaturu.a.

Deseyve, Yvette; Gleis, Ralph Hrsg.) (2019): Kampf um Sichtbarkeit – Künstlerinnen der Nationalgalerie vor 1919. Ausst. kat. Alte Nationalgalerie Berlin, Berlin: Reimer.

Grosenick, Uta (Hrsg.) (2001): Woman Artists. Künstlerinnen im 20. und 21. Jahrhundert, Köln: Taschen.

Havemann, Anna; Müller, Franziska (Hrsg.) (2015): Künstlerinnen der Moderne, Gossau: Lukas Verlag.

Morill, Rebecca (Hrsg.) (2019): Great Woman Artists, London: Phaidon.

Pfeiffer, Ingrid (Hrsg) (2020): Fantastische Frauen -Surreale Welten von Meret Oppenheim bis Frida Kahlo, Ausst. kat. Schrin Kunsthalle Frankfurt, München: Hirmer.

Rollig, Stella; Fellner, Sabine (Hrsg.) (2019): Stadt der Frauen. Künstlerinnen in Wien von 1900 bis 1938. Ausst. kat. Belvedere Wien, München: Prestel Verlag.
Leistungsnachweis / TestatanforderungAktive Teilnahme.
Leistungsnachweise (bewertet) sind möglich.
TermineKw 45-51
Fr
06.11.-18.12.2020
08.30-12h
Dauer7x4 L.
Bewertungsformbestanden / nicht bestanden
Termine (7)