Studien zur visuellen Kultur: Zeit\Film\Raum\Kunst. A-chrono-logische Erzähltechniken in zeitgenössischen Installationen und Film-/Videoarbeiten 

Das Modul dient der individuellen Vertiefung der fachtheoretischen und forschungsbasierten Kenntnisse. Dabei stehen vor allem Verknüpfungen zwischen kunst- und kulturwissenschaftlichen Ansätzen und künstlerischen Verfahren im Vordergrund. Im Hinblick auf die selbständige Themenerarbeitung für die Master-Thesis geht es darum, Fragestellungen zu explizieren, forschende Ansätze im Feld der Studien visueller Kultur kennenzulernen und auf eigene Interessen beziehen zu können.

Wird auch angeboten für

Nummer und Typmae-vkp-307.19H.002 / Moduldurchführung
VeranstalterDepartement Kulturanalysen und Vermittlung
LeitungSigrid Adorf, Sarina Admaty, Susanne Hefti, Noëmie Stähli, Julia Wolf
ZeitMi 6. November 2019 bis Mi 18. Dezember 2019 / 13–16:30 Uhr
Anzahl Teilnehmendemaximal 15
ECTS2 Credits
VoraussetzungenFür Studierende MAE: keine
Für Studierende anderer Studiengänge bzw. Vertiefungen der ZHdK, im Rahmen der Geöffneten Lehrveranstaltungen:
Einschreibung über ClickEnroll
https://intern.zhdk.ch/?ClickEnroll
LehrformSeminar
ZielgruppenMAE Studierende Kunstpädagogik
Pflichtmodul
Fortgeschrittene Studierende mit Interesse an künstlerisch-wissenschaftlichen Formen und kulturanalytische Fragestellungen.
Lernziele / KompetenzenLernziel/e Wissen:
  • Kunst als Teil der visuellen Kultur der Gegenwart wie Vergangenheit erkennen und kritisch reflektieren können.
  • Mediale Dispositive erkennen und kulturell lesen können.
  • Wechselwirkungen zwischen "Theorie" und "Praxis" mit Bezug zum Seminarthema erkennen können.
    Lernziel/e Methoden:
  • Methoden der Bild- sowie Prozessanalyse und Kritik vertiefen.
  • Kunst-/kulturwissenschaftliche Methodenkenntnisse vertiefen.
  • Eigene, theoretische Fragestellungen formulieren können.
  • Kritischen Umgang mit theoretischen Texten vertiefen.
  • Eigene Recherche, wiss. Arbeiten und Präsentieren vertiefen.
    Lernziel/e Haltung:
  • (Selbst-)kritische Position gegenüber kulturellen Konstruktionen zum eigenen Vermittlungsanliegen machen - in Theorie und Praxis.
InhalteAusgangspunkt des Seminars sind aktuelle künstlerische Arbeiten und ihre filmisch-räumlichen Displays und Dispositive. Das Zeigen von Film hat die abgedunkelten Räume des Kinos längst verlassen. Orte, an denen audiovisuelle Werke zu sehen gegeben werden, haben sich vervielfältigt und reichen von räumlich-installativen Film-Architekturen, inszenierten Bewegt-Bild-Lesungen bis zu innerfilmischen Bildmontagen, die etwa Gemälde, Fotografien, Filmstills und andere „Standbilder“, wie das Tableau Vivant, in Bewegung bringen. In diesen Formen geht es um Zeit-Raum-Relationen.
Wir befragen die damit einhergehenden unterschiedlichen Erzählformen, durch die die Betrachter*innen auf ihre je spezifische Art und Weise affiziert, informiert und in das filmische Geschehen eingebunden werden. Dabei möchten wir gemeinsam über unterschiedlich gelagerte Zeitlichkeiten nachdenken, die durch die Film-Raum-Konstellationen entstehen. Insbesondere Filmemacher*innen und Filmtheoretiker*innen haben immer wieder betont, dass mit der Form gedacht werde, ja die Form selbst denke oder zum Gedanken werde, denn dabei geht es nicht um die Vorstellung eines fertigen, zur Darstellung gebrachten Gedankens, sondern um die Eröffnung eines Denkraums, in dem Dargestelltes analysiert und reflektiert werden kann. Wir möchten an und mit ausgewählten Beispielen genauer fragen, welche anderen Geschichten mittels montierender, konstellierender und installierender Verfahrensweisen mit und durch Film möglich werden und wie ein a-chrono-logisches Erzählen wirksam werden kann; wie historisches Material in solchen Formen erzählt werden kann, um Fragen und Impulse an die Gegenwart zu formulieren; welche Relevanz dabei der ästhetische Vermittlungsraum für das erfährt, was wir zu sehen bekommen usw.

Im Seminar sind nebst Analysen von künstlerischen Arbeiten auch Besuche von Orten, in denen „Bewegt-Bild“ stattfindet, z. B. Kino, Ausstellung u.ä., vorgesehen, um die mit unterschiedlichen räumlichen Dispositiven verbundenen Wahrnehmungserfahrungen zu befragen.

Transfer Forschung-Lehre:
Das Seminar ist eine Kooperation zwischen dem MAE und dem Institute for Cultural Studies in the Arts ICS und findet im Kontext der Zeichenwerkstatt statt, einer Nachwuchsforschungsgruppe an den Schnittstellen von kunst-/kulturwissenschaftlicher und künstlerischer Praxis im Feld der Kulturanalyse.
Bibliographie / LiteraturZum Seminar:
Eine Literaturliste wird zu Beginn des Seminars bekannt gegeben
Grundlagentexte (siehe MAE Kunstpädagogik Downloadbereich).
TermineHerbstsemester 2019

2. Quartal

Mittwochgnachmittag
13.00 bis 16.30

06.11 bis 18.12.2019
Dauer7x4 L
Bewertungsformbestanden / nicht bestanden
Termine (6)