Seminar 5.7 Cradle to Cradle - revisited 

Das innovative Potenzial einer alten Gewissheit
Designfragen zu Fortschritt und Innovation
Kategorie: Technologien
Keywords: Technik, Kulturtechnik, Kulturtheorie, Designgeschichte
Nummer und TypBDE-BDE-T-WP-BW-5017.19H.001 / Moduldurchführung
VeranstalterDepartement Design
LeitungTido von Oppeln
ZeitMo 2. September 2019 bis Fr 6. September 2019 / 8:30–17 Uhr
Anzahl Teilnehmende8 - 18
ECTS2 Credits
VoraussetzungenFür DDE-Bachelor-Studierende:
Keine
LehrformSeminar
ZielgruppenWahlpflichtmodul für Studierende des DDE, 5. Semester
Lernziele / KompetenzenEinblick in aktuelle soziologische-, kunst- und kulturwissenschaftliche sowie philosophische Diskurse, die als Beitrag zu einer Theorie des Designs gelten können. Es soll nachvollzogen werden, welche Fragen und Kontroversen für die Designtheorie interessant sind oder werden können.
Durch diese Auseinandersetzung soll die Bedeutung der Theorie für die jeweils eigene entwurfliche Arbeit der Studierenden im Design neu bestimmt werden.
InhalteCradle to Cradle - revisited
Das innovative Potenzial einer alten Gewissheit

In einem klassischen Verständnis ist das Design die Gestaltung von Produkten und Waren für die industrielle Fertigung. Natürlich reicht diese, aus dem 19. Jahrhundert stammende Beschreibung, nicht mehr aus. Design wird heute vielmehr auf Prozesse angewendet, ist in sozialen- und Kommunikationzusammenhängen wirksam und ist weder aus Medien noch aus der Kultur wegzudenken. Die Bedeutung von Design hat in bemerkenswerter Weise zugenommen. Im gleichen Ausmass wie die Bedeutung nimmt aber auch die gesellschaftliche Verantwortung von Designern zu. Design ist folglich nicht mehr - oder war vielleicht nie - nur eine Frage des guten Geschmacks. Design impliziert gewissermassen immer, und heute besonders, eine politische Haltung.

Der griechische Wortstamm für Ökologie setzt sich aus "Haus" und "Lehre" zusammen. Die Ökologie ist folglich die "Lehre vom Haushalt" und damit aufs Engste mit ökonomischen Themenfeldern verbunden. Diese beiden Felder wurden in einem klassischen Designverständnis oft als Widerspruch verstanden. Unter globalen Wirtschaftsbedingungen lässt sich heute nicht mehr ignorieren, dass wir als Menschheit auf einem abgeschlossenen geometrischen Körper leben und folglich Ökologie als ein System von Verhältnissen, die besser im gleichgewicht bleiben, keine verhandelbare Angelegenheit - sondern ein Fakt ist.

Das Seminar widmet sich einer aktuellen Diskussion und unternimmt den Versuch der Komplexität des Themas durch aktuelle Beispiele und den Rückgriff auf historische Quellen gerecht zu werden.

Ich freue mich auf Eure Teilnahme und die Diskussion.
Bibliographie / LiteraturLiteratur wird im Seminar besprochen und anschliessend bekannt gegeben.
Leistungsnachweis / TestatanforderungAktive Teilnahme, ggf. Gruppenarbeit, ein kurzer schriftlicher Beitrag und ein Kurzvortrag.
Alle Beiträge sollten in einer kleinen Publikation zum Wochenschluss zusammengefasst werden.
80% Anwesenheit.
TermineBlockwoche vom 2. bis 6. September 2019
Bewertungsformbestanden / nicht bestanden
BemerkungKonzepte wie die "Kreislaufwirtschaft", das "Cradle to Cradle-Prinzip", die Mülltheorie und verschiedene Postwachstumsökonomien sind ebenso mögliche Beiträge zum Seminar, wie innovative Designprojekte, die sich diesen und ähnlichen Ideen verpflichtet fühlen.
Termine (5)