Technologie: Digitalität 

Maschinen sehen und hören

Wird auch angeboten für

Nummer und TypBKM-BKM-Te.18F.011 / Moduldurchführung
ModulTechnologie 
VeranstalterDepartement Fine Arts
LeitungGordan Savicic
Anzahl Teilnehmendemaximal 12
ECTS3 Credits
VoraussetzungenInteresse an der künstlerischen Arbeit mit Programmier- sowie Skriptsprachen und dem Internet, jedoch keine speziellen Voraussetzungen erforderlich.
LehrformWorkshop mit praktischen Übungen
ZielgruppenStudierende BA Kunst & Medien
Lernziele / KompetenzenZiel des Workshops ist, erste Einblicke und Erfahrung im Umgang mit maschinellem Sehen und Hören durch Anwendung von künstlicher Intelligenz zu erwerben. TeilnehmerInnen sollen anhand von Beispielen künstlerische Fragen bzw. Entwurfsmethoden ihrer eigenen Arbeit auf Code übertragen. Unzählige Kameraaugen und Sensoren sind heute auf die Welt gerichtet und deren Daten werden über komplexe Algorithmen ausgewertet. Diese Verfahren werden immer öfter zu Entscheidungsfindungen und zum Erkenntnisgewinn herangezogen. Wer bestimmt, wie die Maschine ihre Umgebung wahrnimmt, und wie verändert sie unser Handeln? Wie kann man damit künstlerisch umgehen? Wir treten mit unserem Handeln und unserer Stimme mit diesen Agenten in Interaktion und werden Teil des vernetzten Handelns.
Es wird gezeigt, wie man anhand einfacher Anweisungen ein Programm in einer Skriptsprache (Python) erstellen bzw. verändern kann. Studierende können sich nach Abschluss der Blockwoche mit der spezifischen Intelligenz von Maschine vertraut machen, Möglichkeiten und Limitierungen einschätzen. Dabei sollen neue Interaktions- und Gestaltungsräume eröffnet werden.
Die TeilnehmerInnen verschaffen sich einen Überblick über aktuelle Technologien und Schnittstellen, wo Systeme von künstlicher Intelligenz bzw. neuronalen Netzwerken im Internet auftreten. Eine Diskussion zur Relevanz für künstlerische Projekte wird gemeinsam mit Studierenden initiiert.
InhalteIm Unterricht werden grundlegende Aspekte der Programmierung anhand von kurzen Beispielen erläutert. Dabei sollen Problematiken wie z. B. „Wie können KünstlerInnen Programmiercode modifizieren und sich für eigene Arbeiten aneignen?“ bzw. pragmatische Lösungsansätze erarbeitet werden, wobei verschiedene Werkzeuge zum Einsatz kommen. Wir arbeiten mit textbasierten Programmen und Skriptsprachen, mit welchen man Bild oder Audio sowie Textmaterial durch eine künstliche Intelligenz interpretieren und/oder generieren lassen kann. Die Watson API von IBM sowie der Google AI Cloud Dienste werden u.a. vorgestellt und in praktischen Beispielen angewendet.

Keywords: Machine Learning, Künstliche Intelligenz, Internetkultur, Appropriation, Art hacks, Text- und Bildmanipulation, Internetprotokolle, Web, Python, Skriptsprachen.

Gordan Savicic ist Medienkünstler und lebt derzeit in Lausanne. In seinen Arbeiten setzt er sich auf experimentelle und kritische Weise mit Technologie und deren Auswirkung auseinander. Mit verschiedenen Kollektiven (weise7, moddr_ u.a) war er international an zahlreichen Ausstellungen, Konzerten und Performances beteiligt. (www.yugo.at)
Bibliographie / LiteraturBuch: Machine Learners, ISBN: 9780262036825, Adrian Mackenzie
Online: Machine Learning for artists, Gene Kogan, https://ml4a.github.io/
Buch: Web Scraping with Python ISBN:978-1-4919-1029-0, Ryan Mitchell
Buch: Introduction to the Command Line, FLOSS manuals ISBN: 978-1-882114-04-7, Multiple authors
Buch: Fun and Software, Exploring Pleasure, Paradox and Pain in Computing, ISBN: 9781623568870, Olga Goriunova

Zur Person
Leistungsnachweis / TestatanforderungRegelmässige, aktive Teilnahme. 80% Anwesenheitspflicht
TermineBW 2 (09.- 12.4.2018)
jeweils 09:15-17:00
Bewertungsformbestanden / nicht bestanden
Termine (4)