Studien zur visuellen Kultur: "Immer wieder? Künstlerische Praktiken der Wiederholung" 

Das Modul dient der individuellen Vertiefung der fachtheoretischen und forschungsbasierten Kenntnisse. Dabei stehen vor allem Verknüpfungen zwischen kunst- und kulturwissenschaftlichen Ansätzen und künstlerischen Verfahren im Vordergrund. Im Hinblick auf die selbständige Themenerarbeitung für die Master-Thesis geht es darum, Fragestellungen zu explizieren, forschende Ansätze im Feld der Studien visueller Kultur kennenzulernen und auf eigene Interessen beziehen zu können.

Wird auch angeboten für

Nummer und Typmae-vkp-307.16H.002 / Moduldurchführung
VeranstalterDepartement Kulturanalysen und Vermittlung
LeitungSigrid Adorf, Irene Chabr, Simon Harder, Noëmie Stähli, Julia Wolf
ZeitDo 10. November 2016 bis Do 22. Dezember 2016 / 13–16:30 Uhr
OrtZT 4.T33 Seminarraum (32P TL)
Anzahl Teilnehmendemaximal 23
ECTS2 Credits
VoraussetzungenMAE-Studierende: Module aus dem ersten und zweiten Semester MAE Art Education, Grundlagenlektüre

Für Studierende anderer Studiengänge bzw. Vertiefungen der ZHdK, im Rahmen der Geöffneten Lehrveranstaltungen:
Einschreibung über ClickEnroll
www.zhdk.ch/?ClickEnroll
LehrformSeminar
ZielgruppenMAE Studierende Kunstpädagogik
Pflichtmodul
Lernziele / KompetenzenLernziel/e Wissen:
  • Kunst als Teil der visuellen Kultur der Gegenwart wie Vergangenheit erkennen und kritisch reflektieren können.
  • Mediale Dispositive erkennen und kulturell lesen können.
  • Wechselwirkungen zwischen "Theorie" und "Praxis" mit Bezug zum Seminarthema erkennen können.
Lernziel/e Methoden:
  • Methoden der Bild- sowie Prozessanalyse und Kritik vertiefen.
  • Kunst-/kulturwissenschaftliche Methodenkenntnisse vertiefen.
  • Eigene, theoretische Fragestellungen formulieren können.
  • Kritischen Umgang mit theoretischen Texten vertiefen.
  • Eigene Recherche, wiss. Arbeiten und Präsentieren vertiefen.
Lernziel/e Haltung:
  • (Selbst-)kritische Position gegenüber kulturellen Konstruktionen zum eigenen Vermittlungsanliegen machen - in Theorie und Praxis.
InhalteImmer wieder? Künstlerische Praktiken der Wiederholung

Das Seminar behandelt das Konzept der Wiederholung als eine kulturelle Praxis (der Tradierung) und geht der Frage nach, wie die Wiederholung als künstlerische Strategie selbst zur kritischen Untersuchung solcher kulturellen Wiederholungspraktiken beiträgt. Methodisch und theoretisch orientiert es sich dabei an kunst- und kulturwissenschaftlichen sowie ästhetischen Ansätzen der Studien visueller Kultur (Visual Culture Studies). Um unterschiedliche Blickwinkel auf das Phänomen Wiederholung zu ermöglichen, werden anhand einzelner Projekte aus dem Feld der zeitgenössischen Kunst Praktiken der Wiederholung herausgearbeitet und auf ihre Formen der Aneignung sowie ihr widerständiges Potential hin befragt:

SAMMELN und (NEU) ORDNEN: Ausgangspunkt ist die formale Bildanalogie - als starkes und effektvolles (Wieder-)Erkennungsmerkmal, das zum Sammeln verleitet. Dabei soll der Frage nachgegangen werden, wie der künstlerische Eingriff des Neuordnens von Bildern eine kritische Befragung von dem ermöglicht, was zu sehen gegeben wird.
VERSION: Untersucht wird die Version als eine Wiederholung, die immer schon als eine von mehreren möglichen Darstellungen gedacht wird und dabei stets eine leichte Verschiebung, Veränderung, Variation zum Vorhergehenden mit sich bringt. Zu welchen Bedeutungsänderungen und neuen Perspektiven auf das Ausgangsmaterial trägt diese kleine Verschiebung bei? Was eröffnet das Denken in Versionen in der künstlerischen Praxis?
WIEDER-HOLUNG und (RE-)KONSTRUKTION: Das Verfahren der Wiederholung - im Sinne eines wiederkehrenden Hervorbringens von Sachverhalten - kann vernachlässigte, übergangene, verlorengegangene Geschichten wieder zum Vorschein bringen. Wie können Geschichten durch Strategien der (Re-)Konstruktion mehrstimmig erzählt bzw. zur Schau gestellt werden?

Die Analysen von künstlerischen Arbeiten unter diesen exemplarischen Perspektiven und ein Ausstellungsbesuch sollen den Studierenden die Möglichkeit geben, Bezüge zum eigenen künstlerisch-forschenden Arbeiten herzustellen und eigene Arbeitsproben einzubringen.

Transfer Forschung-Lehre:
Das Seminar ist eine Kooperation zwischen dem MAE und dem Institute for Cultural Studies in the Arts ICS und findet im Kontext der Zeichenwerkstatt statt, einer Nachwuchsforschungsgruppe an den Schnittstellen von kunst-/kulturwissenschaftlicher und künstlerischer Praxis im Feld der Kulturanalyse. Am Teamteaching beteiligt sind: Sigrid Adorf, Irene Chabr, Simon Harder, Noëmie Stähli und Julia Wolf.
Bibliographie / LiteraturZum Seminar:

Eine Literaturliste wird zu Beginn des Seminars bekannt gegeben

Grundlagentexte (siehe MAE Kunstpädagogik Downloadbereich).
TermineHerbstsemester 2016

2. Quartal

Donnerstagnachmittag
10.11 bis 22.12.2016
Dauer7x4 L
Bewertungsformbestanden / nicht bestanden
Termine (7)