Interdisziplinäre Vorlesungsreihe «Kein Kino»

23.9.2019, 18:30–20 Uhr

Vortrag / Vorlesung

Das Schreiben darf nicht politisch sein. Es muss.

Warum gilt der Gender-Gap als umständlich, die deutsche Kommasetzung aber nicht? Wie kann ich meine eigene Stimme finden, wenn alles schon geschrieben worden ist? Und wer bestimmt eigentlich, was ein guter Text ist? Die Schriftstellerin und Journalistin Fatma Aydemir gibt Einblick in ihre literarische Arbeit und macht Vorschläge, wie wir unser Schreiben verbessern können.

Fatma Aydemir, 1986 in Karlsruhe geboren, ist Schriftstellerin, Kolumnistin und Redakteurin bei der Tageszeitung taz. 2017 erschien ihr Debütroman Ellbogen (Hanser Verlag), der mit dem Franz-Hessel-Preis ausgezeichnet und von mehreren deutschen Theatern für die Bühne adaptiert wurde. 2019 gab sie den Essayband «Eure Heimat ist unser Albtraum» (Ullstein Verlag) mit heraus. Als freie Autorin schreibt sie u. a. für das feministische Missy Magazine.

Die Vorlesungsreihe «Kein Kino» richtet sich an ein interdisziplinäres Publikum.

Im Fokus der Reihe steht die Auseinandersetzung mit Haltungen, Strategien und Handlungspraktiken, die dem Medien-, Tanz-, Musik- und Design-Diskurs entlehnt sind. Die vortragenden Expertinnen und Experten legen projektbezogen ihren Ideenfindungsprozess, ihre Produktionspipeline und ihre theoretische Fundierung offen und laden ein zur kritischen Auseinandersetzung mit dem präsentierten Material.

Die Vorlesungsreihe führt drängende Themen aus den Bereichen Game Design, Videokunst, Social Media, Tanz, Theater und Komposition für Film und neue Medien mit der Absicht zusammen, ausgewählte Trends in Kunst, Kultur und Design aufzuzeigen, deren gesellschaftstransformierende Kraft zu diskutieren und Schnittstellen zwischen den einzelnen Teilbereichen sichtbar zu machen.
Die Reihe versteht sich als Einladung zum Wissensaustausch und soll Impulsgeber für disziplinübergreifende Projekte sein.

Kein Kino Teaser 2019

Foto: Valerie-Siba Rousparast.